Baurecht

Zweckentfremdung

Auch bekannt als: Zweckentfremdung, Zweckentfremdungsverbot, Wohnraumzweckentfremdung

Was ist zweckentfremdung?

Zweckentfremdung liegt vor, wenn Wohnraum dauerhaft anderen als Wohnzwecken zugeführt wird — durch Kurzzeitvermietung, gewerbliche Nutzung, Leerstand oder Abriss. Sie ist Wohnraumschutzrecht und nur dort genehmigungspflichtig, wo die Kommune eine Satzung erlassen hat.

Warum ist das bei Nutzungsänderungen relevant?

Warum ist das bei Nutzungsänderungen relevant? Zweckentfremdungs- und Baurecht sind zwei getrennte Verfahren bei zwei Behörden. Die Genehmigung im einen ersetzt die im anderen nicht.

Praktische Beispiele

Wohnung wird dauerhaft als Ferienwohnung vermietet

Wohnung steht länger als die zulässige Frist leer

Wohnung wird zu Büroräumen umgenutzt

Häufige Fehler vermeiden

  • Nur die Nutzungsänderung beantragt, die Zweckentfremdungsgenehmigung vergessen
  • Registrierungsnummer im Inserat nicht angegeben
  • Grenze der genehmigungsfreien Tage im Jahr überschritten
  • Bußgeldrahmen unterschätzt — in mehreren Ländern bis 500.000 Euro
  • Angenommen, ohne Satzung gelte gar nichts — das Baurecht gilt bundesweit

Quellen und Rechtsgrundlagen

  • Zweckentfremdungsgesetze der Länder
  • Kommunale Zweckentfremdungssatzungen
  • BauNVO (Baunutzungsverordnung)

Stand: 21. August 2026

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Letzte Aktualisierung: 21. August 2026