Regelwerke

Baunutzungsverordnung

Auch bekannt als: Baunutzungsverordnung, BauNVO

Was ist baunutzungsverordnung?

Die Baunutzungsverordnung regelt bundesweit, welche Nutzungen in welchem Baugebiet zulässig sind — vom reinen Wohngebiet bis zum Industriegebiet. Sie definiert außerdem das Maß der baulichen Nutzung über Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl und Zahl der Vollgeschosse.

Warum ist das bei Nutzungsänderungen relevant?

Warum ist das bei Nutzungsänderungen relevant? Ob die geplante Nutzung am Standort überhaupt zulässig ist, entscheidet sich zuerst an der BauNVO — vor jeder bautechnischen Frage.

Praktische Beispiele

Wohnen im Industriegebiet: nach BauNVO ausgeschlossen

Schank- und Speisewirtschaft im Mischgebiet: allgemein zulässig

Großflächiger Einzelhandel ab 800 m²: nur in Kern- und Sondergebieten

Häufige Fehler vermeiden

  • Fassung der BauNVO zum Zeitpunkt des Bebauungsplans nicht beachtet
  • Gebietstyp aus der Umgebung falsch abgeleitet
  • Ausnahme und allgemeine Zulässigkeit verwechselt
  • Maß der baulichen Nutzung bereits ausgeschöpft
  • Gebot der Rücksichtnahme gegenüber Bestandsbetrieben übersehen

Quellen und Rechtsgrundlagen

  • Baunutzungsverordnung (BauNVO)
  • BauGB (Baugesetzbuch)
  • Örtliche Bebauungspläne

Stand: 21. August 2026

Zur A–Z-Übersicht
Letzte Aktualisierung: 21. August 2026